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UCP, MCP und ACP im Vergleich: Welche Protokolle Händler brauchen

Stefan Hamann · Deutsch
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UCP, MCP und ACP übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Agentic Commerce. UCP und ACP beschreiben Abläufe im Handel. MCP verbindet KI Anwendungen mit Daten und Werkzeugen. Für Händler ergibt sich die sinnvolle Auswahl daraus, welche Agenten sie erreichen möchten und welchen Teil des Einkaufs sie unterstützen wollen.

Eine praktische Planung beginnt mit dem Kundenauftrag. Ein Reisender sucht einen Koffer, wählt ein Modell und möchte es rechtzeitig erhalten. Der Agent benötigt Produktwissen, eine gültige Auswahl, aktuelle Konditionen und einen Weg zur Bestellung. Auf diesem Weg können mehrere Protokolle zusammenarbeiten.

Welche Aufgabe welches Protokoll übernimmt

Baustein Aufgabe Beispiel im Einkauf
UCP Fähigkeiten und Abläufe im Handel beschreiben Produkte finden, einen Warenkorb bearbeiten und den Kauf fortsetzen
ACP Commerce Abläufe zwischen Agent und Händler ermöglichen Einen Checkout mit dem beteiligten Anbieter abwickeln
MCP KI Anwendungen mit Daten und Werkzeugen verbinden Ein Werkzeug für Produktsuche oder Angebotsabfrage aufrufen
AP2 Berechtigung und Nachweise für Zahlungen abbilden Festhalten, welche Zahlung unter welchen Bedingungen erlaubt wurde
A2A Zusammenarbeit zwischen Agenten beschreiben Eine Aufgabe mit einem spezialisierten Agenten abstimmen

Die Tabelle ordnet die Aufgaben ein. Die konkrete Umsetzung hängt von der verwendeten Spezifikation und den unterstützten Fähigkeiten des jeweiligen Gegenübers ab. Der Protokollkatalog führt dazu auf die Originalquellen und dokumentierten Stände.

UCP: die gemeinsame Beschreibung des Handels

Das Universal Commerce Protocol bietet Bausteine für die Verbindung zwischen Plattformen, Agenten und Unternehmen. Im Zentrum stehen Fähigkeiten des Händlers und die Daten, die der Kaufablauf benötigt. Ein Agent kann damit auf eine definierte Weise herausfinden, welche Vorgänge ein Händler anbietet.

Für die Planung eines Shops sind die tatsächlich unterstützten Schritte entscheidend: Was kann der Agent entdecken? Wie werden Varianten ausgewählt? Wie wird der Warenkorb aktualisiert? Wie erhält der Kunde den Bestellstatus? Auf unserer UCP Detailseite finden sich Spezifikationen, SDKs und Integrationshinweise.

MCP: Werkzeuge für den Assistenten

Das Model Context Protocol verbindet KI Anwendungen mit externen Systemen. Ein Händler kann etwa eine Produktsuche, eine Abfrage für Lieferzeiten oder den Zugriff auf freigegebene Produktinformationen als Werkzeug bereitstellen. Die Commerce Regeln kommen aus den angebundenen Systemen und den darauf aufbauenden Abläufen.

Ein Assistent kann ein solches Werkzeug verwenden, um den Koffer im richtigen Format zu finden. Für den verbindlichen Kauf braucht die Anwendung zusätzlich die passenden Berechtigungen und den unterstützten Checkout. Die MCP Übersicht erklärt das Zusammenspiel mit weiteren Bausteinen.

ACP: den unterstützten Kaufweg betrachten

Beim Agentic Commerce Protocol steht die Verbindung von Agent und Händler für Commerce Abläufe im Vordergrund. Prüfen Sie für eine konkrete Anbindung, welche Anbieter den Ablauf unterstützen, wie der Kunde seine Auswahl bestätigt und welche Informationen der Händler zurückerhält.

Vergleichen Sie UCP und ACP an derselben Aufgabe. Ein erfolgreich übergebener Warenkorb und eine abgeschlossene Bestellung sind unterschiedliche Ergebnisse. Auch Lieferauskunft, Steuern, Variantenänderungen und die Verarbeitung eines fehlgeschlagenen Kaufs gehören in den Vergleich. So wird aus einer Protokollentscheidung eine Entscheidung über den Service, den Kunden tatsächlich erhalten.

Ein durchgehender Kauf verbindet mehrere Ebenen

Für unseren Kofferkauf lässt sich der Ablauf in vier Schritte teilen:

  1. Der Agent ermittelt passende Produkte und klärt Maße, Preis und Liefertermin.
  2. Der Kunde wählt das Angebot und legt fest, was der Agent ausführen darf.
  3. Die Anwendung führt den unterstützten Kaufablauf aus und erhält ein eindeutiges Ergebnis.
  4. Rückfragen und Änderungen beziehen sich auf dieselbe Bestellung.

MCP kann Werkzeuge für die erste Recherche zugänglich machen. UCP oder ACP können den angebotenen Commerce Ablauf beschreiben. AP2 kann je nach Integration Nachweise für die erlaubte Zahlung beitragen. Welche Kombination funktioniert, wird mit den tatsächlich beteiligten Clients, Diensten und Versionen getestet.

So treffen Händler eine brauchbare Auswahl

Erstellen Sie für jede geplante Anbindung eine kurze Liste: erreichbare Kundenumgebung, unterstützte Aufgaben, Anforderungen an Kundenzugriff und Zahlungen, Datenbedarf und betriebliche Zuständigkeit. Bauen Sie anschließend einen vollständigen Beispielkauf und verändern Sie bewusst seine Bedingungen.

Bevorzugen Sie einen gemeinsamen Kern für Produktwissen, Preise, Bestand und Bestellungen. So greifen verschiedene Zugänge auf dieselben Geschäftsregeln zu. Ein zusätzlicher Agentenkanal wird leichter wartbar, wenn seine Konditionen aus den vorhandenen Systemen kommen.

Die Vorbereitung für Händler, die Abnahmetests und die Lab Projekte helfen beim nächsten Schritt. Für die Architektur bleiben die verlinkten Spezifikationen und ihre tatsächlichen Fähigkeiten der Ausgangspunkt.