Bei Agentic Checkout bereitet ein Agent den Kauf aus einem konkreten Händlerangebot vor. Der Händler berechnet den gültigen Warenkorb, der Kunde bestätigt den Kauf oder hat eine passende Berechtigung delegiert, und der Zahlungsdienst prüft die Zahlung. Erst der bestätigte Auftrag des Händlers zeigt, dass die Bestellung tatsächlich angelegt wurde.
Was passiert bei einem Kauf?
- Angebot berechnen. Der Händler bestätigt Variante, Menge, Verfügbarkeit, Gesamtbetrag und Lieferoption.
- Freigabe einholen. Der Kunde sieht den gültigen Gesamtbetrag und bestätigt die konkrete Bestellung. Ein System mit delegierter Berechtigung prüft stattdessen, ob der Vorgang innerhalb der vereinbarten Grenzen liegt.
- Zahlung und Bestellung abschließen. Der Zahlungsdienst liefert seinen Status. Die Bestellung erhält beim Händler eine Auftragsnummer, die der Agent dem Kunden zurückgibt. Kommt nach einem Netzwerkfehler keine eindeutige Antwort, fragt der Agent den bestehenden Status ab.
Wo kommen Protokolle ins Spiel?
UCP und ACP beschreiben Schnittstellen zwischen Handelsplattform, Assistent und Händler. Welche Aktionen ein Kanal tatsächlich anbietet, ergibt sich aus seiner Implementierung. AP2 beschreibt separat, wie sich eine delegierte Berechtigung durch Mandate nachweisen lässt. Beim Test sollten Sie deshalb sowohl die Berechtigung als auch Zahlung und Bestellstatus prüfen. Der wichtigste Gegenfall ist ein geänderter Preis nach der Freigabe. Der Agent muss das aktualisierte Angebot vorlegen, wenn die bisherige Freigabe es nicht abdeckt.
Buchkapitel, Artikel und Quellen
- Kapitel 7 · Wie aus Protokollen ein Einkaufsweg wird
- Kapitel 8 · Vom Angebot bis zum Service danach
- UCP, MCP und ACP im Vergleich: Welche Protokolle Händler brauchen
- Stefan Hamann · Agentic Commerce, Now Real: Shopware Launches ACP with a Live PayPal Prototype
- Google · Universal Commerce Protocol
- OpenAI · Agentic Commerce Protocol
- AP2 · Agent Authorization