Kapitel 2011 min LesezeitAusgabe Oktober 2026

Ein eigener Grund, bei Ihnen zu kaufen

Raus aus der Runde. Hin zu einem eigenen Kaufgrund.
Raus aus der Runde. Hin zu einem eigenen Kaufgrund.

Wenn der Shop keinen eigenen Grund mehr liefert

Im August 2025 beschrieb ich in „A Market Reset Beyond Copycat Strategies“, wie austauschbare Angebote im Agentenmarkt unter Druck geraten können. Die These verdient eine präzise Formulierung: Wenn Produkte, Leistung und Zugang weitgehend gleich sind, kann ein vergleichender Agent die verbleibenden Unterschiede stärker auf Preis, Verfügbarkeit und Gesamtkosten reduzieren. Ein neues Theme schafft dann noch keinen neuen Kaufgrund. [S12]

Ich nenne diese Rückkopplung die „Kill-Switch-Schleife“: Austauschbarkeit erzeugt Preisdruck, der Deckungsbeitrag schrumpft, und für die eigene Weiterentwicklung bleibt weniger Geld. Im nächsten Durchlauf fällt es noch schwerer, einen Unterschied zu schaffen.

Ein Händler verkauft dieselben Artikel wie viele Wettbewerber, mit ähnlichen Beschreibungen, gleicher Lieferzeit und ohne besonderen Service. Bisher gewann er einen Teil seiner Nachfrage durch Suchmaschinenpositionen, gekaufte Reichweite und eine vertraute Oberfläche. Werden mehr Auswahlentscheidungen an Agenten übertragen, kann diese Oberflächenarbeit an Einfluss verlieren. Der Händler muss dann erklären können, welche eigenständige Leistung übrig bleibt.

Der ökonomische Mechanismus ist älter als der Agent

Yannis Bakos modellierte 1997, wie elektronische Marktplätze die Suchkosten von Käufern senken. Wer Preise und Eigenschaften leichter vergleichen kann, findet schneller ein günstiges oder besser passendes Angebot. Das verändert die Verteilung der Nachfrage und den Spielraum für Preisaufschläge. [S117]

Meine Schlussfolgerung für Agentic Commerce: Agenten machen diesen Vergleich für viele Kunden zum normalen Teil ihres Einkaufs. Je ähnlicher die Angebote, desto stärker treten Preis und Lieferfähigkeit hervor. Ein Händler braucht deshalb einen eigenen Kaufgrund, den der Agent erkennen und der Kunde verlangen kann. Fehlt er, kann eine wirtschaftliche Abwärtsschleife beginnen.

Die Rückkopplung Schritt für Schritt

Am Anfang steht Austauschbarkeit. Viele Anbieter erfüllen aus Sicht des Käufers dieselbe Aufgabe. Der Vergleich wird einfacher, und der Agent kann Preise, Liefertermine und Bedingungen über mehrere Quellen gegenüberstellen.

Darauf folgt Druck auf den Zugang. Der Händler versucht, in die engere Auswahl zu gelangen: durch günstigere Preise, Vermittlungsgebühren, bezahlte Platzierung oder zusätzliche Serviceversprechen. Welche Kosten tatsächlich steigen, hängt vom Vermittler und vom Markt ab. Ein offener Zugang kann Druck verringern; ein konzentrierter Nachfragekanal kann ihn verstärken.

Wenn diese Maßnahmen nicht durch zusätzliche Leistung oder mehr Nachfrage getragen werden, sinkt der verfügbare Deckungsbeitrag. Dann bleibt weniger Raum für Produktentwicklung, gute Beratung, verlässliche Daten und besondere Erlebnisse. Genau die Investitionen werden schwieriger, die Austauschbarkeit reduzieren könnten.

Der nächste Durchlauf beginnt mit einem noch ähnlicheren Angebot und einem engeren Budget. Eine weitere Preissenkung ist schnell umgesetzt. Der Aufbau einer eigenen Stärke braucht dagegen Zeit und Mittel. Darin liegt die Gefahr der Schleife: Sie verbraucht den Spielraum für den Ausweg.

Abbildung 33. Strategisches Modell der Kill-Switch-Schleife: Austauschbarkeit kann den Spielraum für Differenzierung schrittweise aufzehren. Ausgangspunkte S12 und S117.
Abbildung 33. Strategisches Modell der Kill-Switch-Schleife: Austauschbarkeit kann den Spielraum für Differenzierung schrittweise aufzehren. Ausgangspunkte S12 und S117.

Hersteller gegen Händler: Wer liefert den besseren Grund?

Ein Agent, der „denselben Rucksack wie letztes Jahr“ beschaffen soll, kann beim Hersteller landen, wenn dieser direkt liefert und die Bedingungen passen. Der Händler taucht dann nicht mehr automatisch zwischen Marke und Kunde auf. Für Unternehmen ohne Eigenmarke stellt sich eine konkrete Frage: Welcher Teil unseres Umsatzes hängt an Herstellern, die dieselbe Nachfrage selbst bedienen können?

Die Antwort liegt in der Leistung rund um das Produkt. Ein Händler kann mehrere Marken vergleichen, einen Rucksack mit passender Regenhülle und Pflege bündeln, heute liefern oder eine Reparatur zuverlässig organisieren. Bei Werkpunkt ist es die bestätigte Passung über verschiedene Hersteller hinweg. Der Hersteller kennt sein eigenes Bauteil; der Spezialhändler kennt möglicherweise die Maschine, ihre Umbauten und die Alternative, mit der der Kunde weiterarbeiten kann.

Diese Mehrleistung muss im Angebot vorkommen, damit sie bei der Auswahl zählt. „Wir beraten gut“ hilft dem Agenten wenig. Eine bestätigte Zuordnung, verfügbare Ersatzteile, ein zugesagter Servicetermin oder ein Komplettpaket mit Installation lassen sich dagegen vergleichen. Damit wird aus Datenpflege eine Beschreibung dessen, wofür der Händler bezahlt werden möchte.

Für die Sortimentsstrategie würde ich drei Gruppen unterscheiden: Artikel, bei denen nur der günstigere Bezug zählt; Artikel, zu denen der Händler eine besondere Leistung liefert; und Angebote, die er selbst gestaltet oder exklusiv zusammenstellt. Die erste Gruppe braucht vor allem eine tragfähige Kostenbasis. In der zweiten und dritten lohnt die Investition in Wissen, Service und eigene Software. Jede Warengruppe benötigt einen nachvollziehbaren Grund, warum die Nachfrage beim Händler bleiben soll.

Auch Hersteller gewinnen durch den direkten Zugang nicht automatisch das ganze Geschäft. Lager an vielen Orten, kleine Bestellmengen, Beratung über Marken hinweg und Service im Alltag kosten Geld und Organisation. Händler können genau dort Partner bleiben, wo ihre Leistung das Kundenergebnis verbessert. Agenten machen die Arbeitsteilung sichtbarer und erhöhen den Druck, ihren Wert zu belegen.

Preisstrategie, wenn der Vergleich einfacher wird

Auf einen schnelleren Preisvergleich mit immer neuen Rabatten zu antworten, füttert die Schleife. Eine bessere Frage lautet: Welche Leistung soll der Kunde vergleichen? Ein abgestimmtes Paket mit Zubehör, Installation oder Wartung kann einen anderen Nutzen bieten als der Einzelartikel. Die Bestandteile und Bedingungen müssen dabei verständlich bleiben, sonst verschiebt das Bündel nur die Unklarheit.

Preisdisziplin beginnt bei Mindestbeitrag, Lagerziel und den Leistungen, die im Angebot enthalten sind. Ein Preisagent erhält diese Grenzen aus dem Commerce-Kern und bewertet den Ertrag nach Vermittlung und Service. Kundenspezifische B2B-Konditionen, allgemein veränderte Marktpreise und individuell personalisierte Verbraucherpreise sind unterschiedliche Fälle.

Wird ein Verbraucherpreis auf Grundlage automatisierter Entscheidungsfindung personalisiert, sieht Artikel 246a § 1 Absatz 1 Nummer 6 EGBGB einen entsprechenden Hinweis vor. Ein bloß dynamischer Preis, der für alle gleich auf die Marktlage reagiert, ist damit nicht schon allein personalisiert. Die konkrete Gestaltung und weitere Preisangabenpflichten gehören in die rechtliche Prüfung. [S159, S160]

Für die Strategie heißt das: Unterschiedliche Preise brauchen einen nachvollziehbaren Grund und eine saubere Umsetzung. Verlässliche Konditionen können selbst ein Kaufgrund sein, gerade wenn Kunden ihren Agenten eine bevorzugte Marke oder einen vertrauten Händler mitgeben.

Mehr Reichweite, mehr Wettbewerb über Grenzen hinweg

Sprachmodelle erleichtern die Verständigung über Landesgrenzen. Ein Assistent kann einen deutschen Produkttext erklären und eine Anfrage in einer anderen Sprache vorbereiten. Dadurch kann ein Spezialsortiment neue Kunden erreichen; derselbe Auswahlprozess stellt es zugleich neben internationale Anbieter.

Die Sprache ist allerdings nur ein Teil des Angebots. Entscheidend bleiben lieferbare Länder, Gesamtpreis, Steuern, Rückgabe, Produktsicherheit und ein erreichbarer Service. Wer „europaweit lieferbar“ verspricht, muss diese Bedingungen für den konkreten Bestimmungsort erfüllen können. Für einen ersten Auslandskanal würde ich deshalb ein begrenztes Sortiment und wenige Zielmärkte wählen und den Beitrag nach Versand, Retouren und Betreuung messen.

Ein Händler kann sich dort auszeichnen, wo er die örtliche Aufgabe besser versteht: passende technische Standards, Beratung in der gewünschten Sprache, schnelle Ersatzlieferung oder ein verlässlicher Servicepartner. Agenten senken die Mühe des Vergleichs; sie beseitigen die Kosten der tatsächlichen Leistung nicht.

Wo Händler eigenen Spielraum gewinnen

Besonders stark wird der Preisdruck, wenn viele Anbieter ähnlich schnell dieselbe Ware liefern und Kunden kaum einen Grund haben, einen von ihnen zu bevorzugen. Ein Händler gewinnt Spielraum, sobald er ein wichtiges Problem besser löst.

Das kann die passende Komponente mit dokumentierter technischer Zulassung sein, eine Lieferung vor dem nächsten Schichtbeginn oder ein Paket aus Installation, Schulung und Reparatur. Auch Bestand, den sonst niemand vorhält, ist eine besondere Leistung. Aus identischen Artikeln entstehen so unterschiedliche kaufbare Ergebnisse.

Agenten wählen dabei nach den Informationen, Präferenzen und Zugängen, die ihnen zur Verfügung stehen. Die Versuche mit Händleragenten zeigen, wie wichtig gute Geschäftsregeln und aktuelle Daten bleiben. Für Händler lohnt sich deshalb beides: die eigene Leistung verbessern und sie für die Auswahl verständlich machen. [S57, S58]

Warum Copycat-Software die Falle verschärfen kann

Agentische Entwicklung macht nicht nur gute Differenzierung günstiger. Sie macht auch das Kopieren von Oberflächen, Texten und Standardfunktionen leichter. Ein schöner Konfigurator kann schneller nachgebaut werden als früher. Wer nur dieselbe Bedienidee mit einer anderen Akzentfarbe anbietet, gewinnt möglicherweise einen kürzeren Vorsprung.

Der Schutz liegt daher weniger in der bloßen Existenz einer Funktion als in dem, was sie nutzbar macht: bestätigte Kompatibilitätsdaten, ein besonderer Produktionsprozess, exklusiver Zugang, ein eingespielter Service oder eine belastbare Kundenbeziehung. Ein Agent kann ein Formular kopieren. Eine jahrelang gepflegte Zuordnung von Maschinenrevisionen zu Ersatzteilen entsteht dadurch nicht von selbst.

Ein guter Standardshop kann dafür die passende Grundlage sein. Entscheidend ist, was das Unternehmen daraus macht: welches Sortiment es kuratiert, welches Problem es löst und welche Beziehung es aufbaut. Differenzierung beginnt beim Wertangebot und wird durch passende Software nutzbar.

Wie man die Schleife durchbricht

Ein eigenes kaufbares Ergebnis macht den zusätzlichen Nutzen so deutlich, dass Kunden ihn verlangen und Agenten ihn berücksichtigen können. Aus der Behauptung „bester Service“ wird beispielsweise eine auf den Raum abgestimmte Leuchtenauswahl mit Montageplan und Unterstützung bei der Installation.

Der zweite Ausweg ist belegbare Leistung. Lieferzuverlässigkeit, Reparierbarkeit und fachliche Passung brauchen Daten, Bedingungen und Verantwortliche. Ein Differenzierungsversprechen, das im eigenen System nirgends vorkommt, bleibt für den agentischen Prozess leicht unsichtbar.

Der dritte Ausweg ist wirtschaftliche Beweglichkeit. Ein eigener Nachfragezugang, wiederkehrende Kundenbeziehungen und eine praktische Wechseloption erweitern den Handlungsspielraum. Offene Technologie kann diese Wege leichter nutzbar machen und die Weiterentwicklung der eigenen Leistung beschleunigen.

Abbildung 34. Ein eigener Kaufgrund, verlässliche Leistung und wirtschaftliche Beweglichkeit eröffnen Wege aus der Austauschbarkeit.
Abbildung 34. Ein eigener Kaufgrund, verlässliche Leistung und wirtschaftliche Beweglichkeit eröffnen Wege aus der Austauschbarkeit.

Prüfen Sie Ihre zehn wichtigsten Angebote mit einer unbequemen Frage: Wenn der Kunde unseren Shop nicht sieht, welchen nachweisbaren Grund hat er trotzdem, uns zu wählen? Wenn die Antwort nur „unser Theme“ lautet, ist die nächste Aufgabe bereits klar.

Die neue Grenze der Differenzierung

Wenn mehr Unternehmen Software schneller anpassen können, verliert die bloße Fähigkeit zur Anpassung einen Teil ihres Seltenheitswerts. Wertvoller wird, zu wissen, welche Anpassung einen Unterschied macht, und diesen Unterschied zuverlässig zu liefern. Die verfügbare Intelligenz kann breiter werden, während besondere Produkte, Erfahrung, Vertrauen und Zugang knapp bleiben.

Kleinere Unternehmen gewinnen dadurch eine Chance, denn sie können ein enges Kundenproblem besser verstehen und ihre Werkzeuge gezielt darauf zuschneiden. Der offene Kern übernimmt die Grundfunktionen, während die eigene Leistung und ihre laufende Verbesserung den Vorsprung schaffen.

Vier Positionen im künftigen Wettbewerb

Ein eigener Kaufgrund kann im Produkt oder in der Leistung liegen. Produktwert entsteht etwa durch Gestaltung, Rezeptur, Qualität oder besondere Fertigung. Leistungswert kann aus Verfügbarkeit, Beratung, Installation oder einer sichereren Entscheidung entstehen. Die folgende Matrix hilft, das eigene Angebot aus beiden Blickwinkeln anzusehen.

Abbildung 35. Strategische Matrix für den eigenen Kaufgrund: Produktwert und Leistungswert ergänzen sich.
Abbildung 35. Strategische Matrix für den eigenen Kaufgrund: Produktwert und Leistungswert ergänzen sich.

Wer ein besonderes Produkt mit guter Leistung verbindet, schafft mehrere Gründe für direkte Nachfrage. Ein Händler mit Standardware kann durch überlegene Beratung und Lieferung genauso ein eigenes Angebot aufbauen. Die Frage lautet: Welchen Unterschied erlebt der Kunde, und kann er ihn bei seiner Auswahl erkennen?

Wo Agenten konkrete Besonderheit ermöglichen

Die drei fiktiven Händler aus Kapitel 16 können ihre erste Lösung weiterentwickeln.

Beim Ersatzteilhändler Werkpunkt steckt der Wert in geprüften Zuordnungen zwischen Maschine, Revision und Bauteil. Ein Agent kann daraus eine anpassbare Anfragehilfe, eine Angebotsvorbereitung oder einen Anschluss an das Instandhaltungssystem des Kunden entwickeln. Die Änderung wird an echten Zuordnungen und Bestellregeln geprüft. Das teure Fachwissen bleibt der Ausgangspunkt; die Software macht es leichter nutzbar.

Nordstern kann für bestimmte Wanderungen eine belastbare Ausrüstungsempfehlung anbieten, einschließlich Pflege, Reparatur und verfügbarer Ersatzteile. Ein Agent hilft, Informationen zusammenzuführen und die Oberfläche an den Anlass anzupassen. Der Unterschied entsteht nicht aus einer generierten Packliste allein. Er entsteht aus Sortiment, erprobter Beratung und eingehaltenen Zusagen.

Lichtfeld kann Raumgestaltung und Bestellung enger verbinden. Ein generativer Entwurf verkürzt den Weg zur Vorstellung; korrekte Maße, Varianten und Montagebedingungen machen daraus eine umsetzbare Lösung. Je günstiger die Darstellung wird, desto wichtiger wird die Verbindung zur realen Leistung.

Sechs Vermögenswerte für die Agentenära

VermögenswertWas daran schwer kopierbar istWoran der Nutzen erkennbar wird
Eigenständige ProdukteGestaltung, Rezeptur, Fertigung, Rechteausdrückliche Nachfrage und tragfähige Preise
Fachliche Datenbestätigte Zuordnungen und Kontextweniger Fehlentscheidungen und Rückfragen
Zuverlässige LeistungBestand, Service und eingespielte Abläufeeingehaltene Zusagen und geringe Folgekosten
KundenbeziehungenErfahrung, Vertrauen und KontinuitätWiederkauf und direkte Präferenz
Gestalterisches UrteilGeschmack und passende Vereinfachunghöhere Entscheidungssicherheit
Änderungsfähigkeitverständlicher Kern und sichere Weiterentwicklungkürzere Wege von Bedarf zu nutzbarer Verbesserung

Diese Werte müssen in beiden Sprachen des künftigen Handels funktionieren: Menschen verstehen Bedeutung; Systeme benötigen belastbare Aussagen und ausführbare Bedingungen. Eine Reparaturgarantie ist zugleich ein Vertrauensversprechen und ein Serviceprozess. Eine Marke wird stärker, wenn beides zusammenpasst.

Von der Projektliste zum Entwicklungsvermögen

Die beiden Händlerfälle aus Kapitel 16 machen diese Fähigkeit greifbar: Ein Händler baut sein Nischen-ERP, ein anderer setzt die Besonderheiten seines Geschäftsmodells in eigenen Erweiterungen um. Beiden gemeinsam ist der kürzere Weg vom vorhandenen Fachwissen zur veränderbaren Software. Genau darin kann ein dauerhafter eigener Vorteil liegen.

Ein verständlicher Commerce-Kern, wiederverwendbare Erweiterungen und ein klarer Rückweg bei Fehlern machen Individualisierung zu einer fortlaufenden Fähigkeit. So entwickelt das Team gute Ideen weiter, ohne bei jeder Änderung das ganze Unternehmen neu zu verkabeln oder immer mehr ungepflegte Sonderfunktionen anzusammeln.

Bei Werkpunkt bleibt die bestätigte Zuordnung von Maschinen zu Ersatzteilen erhalten, auch wenn sich der Assistent ändert. Die Erweiterung nutzt dokumentierte Anschlüsse und wird nach einem Shop-Update erneut an diesen Zuordnungen geprüft. Darin liegt das Entwicklungsvermögen: Die nächste Änderung baut auf einer gepflegten Leistung auf.

Die frei werdende Kraft sollte in bessere Produkte, präziseres Wissen und besondere Leistung fließen, damit Kunden einen klareren Grund bekommen, das Unternehmen zu wählen. Agenten können diesen Weg beschleunigen; ohne eigenes Wertangebot machen sie allerdings auch die Austauschbarkeit effizienter.

Wie viel Einkaufsarbeit Agenten übernehmen und wer den Kundenzugang kontrolliert, bleibt dabei entscheidend. Vier mögliche Märkte zeigen, welche Entscheidungen auch unter veränderten Bedingungen tragen.